Wannados: Götter, Fabelwesen & Sagengestalten

Maat & das Totengericht

Im altägyptischen Totengericht wurde das Herz des Verstorbenen gegen die Feder der Göttin Maat, Symbol für Wahrheit und Gerechtigkeit, gewogen. War es nicht schwerer als die Feder, durfte die Seele ins Paradies der „Felder der lalu" eintreten; war es schwerer, wurde sie von Ammit, der Seelenverschlingerin, ausgelöscht. Dieses Ritual spiegelte den zentralen Glauben der Agypter an moralische Ordnung und kosmisches Gleichgewicht wider.

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Hexen & Magische Kräuter

Hexen sind vielschichtige Figuren der europäischen Kulturgeschichte und Mythologie. Ursprünglich standen sie für Menschen mit besonderem Wissen über Natur, Heilpflanzen, Rituale und spirituelle Zusammenhänge. Im Laufe der Zeit wandelte sich ihr Bild: Aus weisen Heilerinnen und Grenzgängerinnen wurden in religiös geprägten Erzählungen bedrohliche Gestalten, Projektionsflächen für Ängste, Machtverlust und das Unkontrollierbare. Heute werden Hexen oft neu interpretiert – als Symbol für Selbstbestimmung, Intuition und die Verbindung zwischen Mensch und Natur. Sie verkörpern Widerstand gegen starre Normen und erinnern an verborgenes Wissen, das jenseits von Dogmen existiert.

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Sirin

Die Sirin stammen aus der russischen Mythologie und gehen auf die antiken Sirenen zurück. Sie erscheinen als Mischwesen aus Frau und Vogel, deren Gesang sowohl betörend als auch gefährlich sein konnte. Anders als ihre griechischen Vorbilder wurden sie jedoch oft auch als Sinnbilder für himmlische Freude und paradiesische Harmonie gedeutet.

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Faun

Faune stammen aus der römischen Mythologie und sind eng mit der wilden, ungezähmten Natur verbunden. Als Mischwesen aus Mensch und Ziege verkörpern sie Fruchtbarkeit, Lebenslust und die ursprünglichen Instinkte des Menschen. Sie gelten als Begleiter von Wald, Feldern und Herden und stehen für Musik, Tanz und sinnliche Freude, zugleich aber auch für das Unberechenbare der Natur. In späteren Darstellungen wurden Faune häufig mit den griechischen Satyrn gleichgesetzt und symbolisieren bis heute die enge Verbindung zwischen Naturkraft, Triebhaftigkeit und schöpferischer Energie.

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Feen

Feen (auch „Elfen" oder „Fairies" genannt) stammen ursprunglich aus alten Volksglauben, in denen sie oft als Naturgeister angesehen wurden. Sie verkörpern häufig die geheimnisvollen Krafte der Natur - Walder, Quellen, Blumen oder sogar bestimmte Wetterphanomene.

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Der Greif

Der Greif, ein Mischwesen aus Löwe und Adler, symbolisiert Starke, Wachsamkeit und göttlichen Schutz. In der Mythologie gilt er als Hüter von Schätzen und als Bindeglied zwischen Himmel und Erde.

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Die Sphinx

Die Sphinx ist ein uraltes mythologisches Wesen, das Wissen, Macht und das Geheimnisvolle verkörpert. Mit dem Körper eines Löwen und dem Kopf eines Menschen – in späteren Darstellungen auch einer Frau – steht sie für Stärke, Wachsamkeit und geistige Überlegenheit. In der griechischen Mythologie erscheint die Sphinx als Rätselstellerin, deren Fragen über Leben und Tod entscheiden, während sie im altägyptischen Kontext eher als schützendes Wesen gilt, das heilige Orte bewacht. Über Kulturen hinweg symbolisiert die Sphinx das verborgene Wissen, die Schwelle zwischen Welten und die Herausforderung, Wahrheit durch Erkenntnis zu erlangen.

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Kitsune

Kitsune sind Fuchsgeister aus der japanischen Mythologie und gelten als intelligente, magische Wesen mit der Fähigkeit, ihre Gestalt zu wandeln. Mit zunehmendem Alter und Weisheit entwickeln sie mehrere Schwänze, die ihre spirituelle Kraft widerspiegeln. Kitsune sind oft Tricksterfiguren, die Menschen täuschen oder prüfen, können jedoch ebenso als schützende und wohlwollende Wesen auftreten. Besonders eng sind sie mit dem Gott Inari verbunden, dessen Boten sie darstellen. In ihrer Symbolik vereinen Kitsune Klugheit, Illusion, Wandel und die feine Grenze zwischen Täuschung und Wahrheit.

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